Nie wieder Medikamente vergessen

©rg
Viele Patienten – wenn sie älter sind erst recht – bekommen oft mehr als drei verschiedene Medikamente verordnet. Und wenn diese noch zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen werden müssen, kann leicht die Übersicht der Einnahme verloren gehen. Kommen dann noch verschiedene Darreichungsformen hinzu, ist oft das Chaos perfekt. Zumal, wenn über ein Drittel der Medikamente – so das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. – allein wegen der Darreichungsform besonders beratungsbedürftig sind.
Und hier sind besonders Arzt und Apotheker gefordert, alles zum Wohl des Patienten ausführlich und verständlich zu erklären. Denn, wenn Arzneimittel falsch angewendet werden, z.B. Tablette teilen, was Deutsche gerne tun, kann sich die Wirksamkeit eines Präparates verändern und ein Heilerfolg der Therapie beeinträchtigt sein. Allein in Europa sterben jährlich 200.000 Menschen früher als nötig, weil sie ihre Medikamente nicht oder nicht richtig einnehmen.
Ab Oktober 2016 ein Medikationsplan ein Muss für Vertragsärzte
Patienten mit mehr als 3 Medikamenten erhalten vom Vertragsarzt einen Medikationsplan ausgedruckt auf Papier, um eine Therapietreue der Patienten zu sichern. Notwendig für den Heilerfolg und gleichzeitig für eine effektive Kostennutzung seitens der Krankenkassen. So sinnvoll ein Medikationsplan auch ist, wenn er nur auf Papier für den Patienten vorliegt, kann er verloren gehen, vergessen werden oder gerade nicht bei der Medikamenteneinnahme vorliegen.
Neu: eine kostenlose App MyTherapy
Die Firma smartpatient GmbH aus München hat für den Patienten eine preisgekrönte App MyTherapy entwickelt, die hilft, nie wieder Medikamente zu vergessen und jederzeit einen Überblick über die eigene Gesundheit zu geben. Denn diese App MyTherapy erinnert diskret und verlässlich an die Medikamenteneinnahme, anstehende Messungen oder gesunde Aktivitäten. Hierfür wird der Medikationsplan mit der Smartphone-Kamera eingescannt. Somit hat der Patient immer die aktuellste Version des Medikantionsplanes zur Hand. Zusätzlich erinnert die App auch daran, die Medikamente richtig und regelmäßig einzunehmen. MyTherapy erinnert, motiviert und dokumentiert. So müssen Sie nicht mehr an Ihre Therapie denken und bekommen täglich das gute Gefühl, alles für Ihre Gesundheit getan zu haben. Dieses „integrierte Gesundheitstagebuch“ verhilft den Nutzer, den Therapieverlauf nachzuvollziehen und gleichzeitig eine Grundlage für den nächsten Arztbesuch zu sein.
Datenschutz ist gewährleistet + ohne Registrierung
Die Nutzung der App ist ohne Registrierung möglich. Und es werden keine personenbezogenen Daten weitergegeben. Im iTunes App Store und bei Google Play ist die App bereits in fünf Sprachen : „deutsch, englisch, französisch, italienisch und spanisch“ kostenlos erhältlich. Studien haben gezeigt, dass nicht nur Medikamente regelmäßiger eingenommen werden sondern Patienten sich auch subjektiv besser fühlen.
Tag der Organspende am 4. Juni
Es ist wirklich eine Herzenssache. Die Organspende, die Lebensjahre schenken kann. Wie viele Jahre es sind? Man weiß es nicht genau. Aber eine Zahl weiß man genau: 125.233 Organe wurden seit 1963 in Deutschland transplantiert. Und das bedeutet: Betroffene, die ein Organ gespendet bekamen, erhielten nicht nur die Chance zu überleben, sondern auch länger zu leben.
Großer Informationstag in München
Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation mitteilt, wird der Tag der Organspende am 4. Juni in München mit einer Großveranstaltung auf dem Marienplatz gefeiert. Zahlreiche Entscheidungshilfen werden angeboten: Talkrunden mit Experten, Informationsstände und riesige Organmodelle, individuelle Gesprächsmöglichkeiten und Angebote zur Diskussion. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe macht deshalb deutlich: „Der Tag der Organspende erinnert uns jedes Jahr an ein lebenswichtiges Thema: Organspende rettet Leben! Ich wünsche mir daher, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema Organspende befassen und mit ihren Familien und im Freundeskreis darüber sprechen. Am besten ist es, eine persönliche Entscheidung in einem Organspendeausweis festzuhalten. Das schafft nicht nur im Ernstfall Klarheit und Sicherheit. Es hilft auch, das Geschenk des Lebens weiterzugeben, wenn es darauf ankommt.“
Die Situation der Organspende und Transplantation ist hier in Deutschland nach wie vor angespannt. Über 10000 Patienten stehen auf der Warteliste für ein Organ.
Ebenfalls ist dieser Tag der Organspende für die Patientenverbände auch wichtig, es ist ein Tag des Dankes. „Für uns Organtransplantierte ist das geschenkte Organ zu jeder Zeit etwas ganz Besonderes, ein Akt der Nächstenliebe.“ Seit 34 Jahren machen Patientenverbände und weitere Institutionen immer am ersten Samstag im Juni bundesweit auf das Thema Organspende aufmerksam.