Mit Foto Schutz vor Missbrauch

Haben Sie schon Post von Ihrer Krankenkasse erhalten? Mit der Bitte, ein Passfoto einzuschicken?

Derzeit befindet sich die neue Gesundheitskarte der Krankenkassenversicherten in der Einführungsphase. Dazu bitten die Krankenkassen etwa 10 Prozent ihrer Versicherten, ein Passfoto einzuschicken, um die neue elektronische Gesundheitskarte auszustellen. Dies ist eine Auflage der Bundesregierung für das Jahr 2011. Mit einem eingebauten Passfoto soll dem Kartenmissbrauch durch Fremde vorgebeugt werden. Denn dieser Missbrauch verursacht im Schnitt jährliche Gesundheitsmehrkosten im zweistelligen Millionenbereich.
Vorderseite EGK 300dpi 110928-2-300x223 in Elektronische Gesundheitskarte

Was soll gespeichert werden

Zur Zeit können aus technischen Gründen nur die Stammdaten der Versicherten, etwa Name, Geburtsdatum und Anschrift auf dem integrierten Chip verschlüsselt gespeichert werden. Somit bis auf das Passfoto kein Unterschied zu der alten Versichertenkarte. Aber auf lange Sicht dann später etwa Arztbriefe, Befunde, Notfalldaten.

Ausnahmen bei der Fotopflicht

Bei Kindern unter 15 Jahren ist ein Foto keine Pflicht. Ebenso bei Menschen, die pflegebedürftig oder bettlägerisch sind.

Wann ist die neue Gesundheitskarte voll einsatzfähig?

Obwohl die Einführung der neuen Karte schon für 2006 geplant war, sind mittlerweile Investionskosten von mehr als 500 Millionen Euro für die Karte entstanden. Aber an der Datensicherheit, Logistik und die Technik wird noch gearbeitet. Im Klartext heißt das, die geplanten Funktionen lassen noch mehrere Jahre auf sich warten.

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