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Automiete neuer Trend

Bei den momentanen Spritpreisen überlegen sich viele Deutsche, wie sie nicht nur von A nach B günstig fahren können sondern auch, ob sie überhaupt einen eigenen PKW brauchen. Denn es sind ja nicht nur die Spritpreise, die zu schultern sind. Versicherung, die Kfz-Steuer, Wartung und die Anschaffungskosten machen jeden gefahrenen Kilometer zu einem teuren Vergnügen.

 



 

Die, die wegen der Mietkosten von der Stadt aufs Land umgezogen sind, sehen sich jetzt einem Kostenkomplex gegenüber, der die eigenen finanziellen Reserven auffrisst. Selbst der Weg zur Arbeit ist mit dem vom Finanzamt geholten Kilometergeld nicht zu egalisieren. Laut der Betriebskostentabelle des ADAC fängt ja schon beim Kleinwagen jeder gefahrene Kilometer mit 29 Cent an, ausschließlich der nicht eingerechneten Anschaffungskosten.

Eigenes Auto ist kein Muss mehr

Nach einer repräsentativen Umfrage von der Unternehmensberatung Progenium unter Volljährigen, sehen nur noch 17 Prozent der Befragten ein Auto als Statussymbol an. Die Gesellschaft für internationale Marktforschung und Beratung Sigma aus Mannheim sieht gerade bei jungen Menschen in Städten wegen der Probleme mit Parkplatz und Kosten einen zunehmenden Verzicht auf das eigene Auto.
 


 
Somit rechnet sich das Carsharing. Es wird eine einmalige Anmeldegebühr zwischen 19 und 29 Euro fällig. Zuzüglich ein je nach Anbieter zu zahlender Stundenpreis zwischen 12 und ca. 18 Euro. Auch wenn dies auf den ersten Blick teuer erscheint, die Betriebskosten und Anschaffungskosten eines eigenen Autos relativieren dieses Carsharing bei nüchternem Blick umso mehr.

Internet ist wichtiger als eigenes Auto

Somit steigt der Bedarf – gerade bei jungen Menschen – auf Carsharing, einer kurzfristigen Miete von Fahrzeugen gerade in Ballungsgebieten der Bundesrepublik. Diesen Trend machen sich jetzt zunehmend auch die Automobilhersteller zu eigen. Ob Daimler, BMW oder Volkswagen. Sie bieten ihre eigenen Modelle in verschiedenen Gebieten zur kurzfristigen Miete an.

Fast 200.000 Deutsche nutzen laut Bundesverband Carsharing mittlerweile die zur Miete angebotenen 5000 Autos. Die Nachfrage nimmt rasant zu. Mittlerweile sehen das auch die Automobilhersteller so, indem sie vermehrt ihre Angebotspalette ausbauen.
 



 

Auch die Deutsche Bahn sieht hier mit dem Carsharingunternehmen Flinkster bereits in über 140 Städten Mietstationen vor, wo Autos rund um die Uhr gemietet werden können. Ähnliche Systeme findet man bei Unternehmen wie Stadtmobil Berlin, Stattauto München oder Greenwheels.

Wie die Berechnungen des ADAC zeigen, musste für das Autofahren im Jahr 2000 im Schnitt 3340 Euro pro Jahr, im Jahr 2005 bereits durchschnittlich 3900 Euro und im Jahr 2010 schon stolze 4380 Euro aufgebracht werden. Und es wird noch immer teurer werden.

Die Mobilität wird hierzulande immer teurer werden. Demzufolge wird es sich lohnen, über neue Nutzungsmodelle nachzudenken.