Compliance der Patienten

Weltweite Studien zeigen, nur 50% der Patienten nehmen ihre verordneten Medikamente ein. Was ist ein Behandlungsplan gerade bei chronischen Erkrankungen wert, wenn der Hauptgrund einer mangelnden Therapietreue die Vergesslichkeit ist. Kommen noch Nebenwirkungen, die vom Arzt nicht ausreichend erklärt wurden, hinzu, der alltägliche Stress sich zusätzlich „Streikpotentiale“ der Patienten einverleibt, lässt sich ein Therapieplan umso schwieriger in den alltäglichen Lebensplan einbauen.

 



 

Ohne eine gute Information geht es nicht

Nur wer ausreichend über seine Erkrankung informiert wurde, die daraus folgernde Therapie genau einzuschätzen weiß mit all ihren eventuellen Nebenwirkungen, übernimmt umso leichter und besser für sich selbst Verantwortung. Hier ist auch der umfassende Informationwille des Arztes gefragt. Allerdings sollte auch der Patient unbedingt nachfragen. Wenn er etwas nicht verstanden hat, sollte er sich nicht scheuen, beim Arzt seines Vertrauens nachzufragen.

Selbst aktiv werden

Besonders bei chronischen Krankheiten sollte die Medikamenteneinnahme nicht selbstständig abgebrochen oder gar verändert werden. Folgeerkrankungen belasten den Gesundheitszustand des Patienten und natürlich die Kostensituation der Krankenkassen. Die hierbei an einer guten „Compliance“ interessiert sind, zumal die Kosten aus einer mangelnden Therapietreue mit entsprechenden zusätzlichen Behandlungen in Praxen oder Krankenhäusern zu begleichen sind.
 



 

Hilfen gegen Vergesslichkeit

Legen Sie sich Erinnerungshilfen für Ihre Tabletteneinnahme an:

> nutzen Sie Kalendereinträge oder stellen Sie sich Ihren Wecker ein;
> verwenden Sie Dosierungshilfen aus der Apotheke;
> führen Sie ein Patiententagebuch, dokumentieren Sie nicht nur Ihre Medikamenteneinnahme, sondern auch die evtl. gemessenen Werte von Blutdruck oder Blutzucker;
> nutzen Sie angebotene Schulungen seitens der Krankenkassen.

Wichtig – Kontakt mit Selbsthilfegruppen

Fühlen Sie sich im Umgang mit Ihrer Krankheit noch unsicher, suchen Sie den Kontakt mit Selbsthilfegruppen, die Ihnen eine starke Stütze sein können.
 



 

Aus unserer regionalen Nähe haben wir z.B. die Hepatitis-Selbsthilfegruppe-Kreis Heinsberg e.V. im westlichsten Kreis Deutschlands gefunden, – Website unter www.hepatitis-heinsberg.de – , die mit Seminaren und Aktionen über das Krankheitsbild „Lebererkrankungen“ umfassend informiert. Hier bleibt keiner ohne einer mitfühlenden Hilfe, zumal vor dem Hintergrund, dass die Leber ja normalerweise keine Schmerzen bereitet und deshalb viele nicht über ihre Lebererkrankung wissen.

Welchen Wert hat Ihre Leber?

Da sich Lebererkrankungen im frühen Stadium gut behandeln und durch Änderung des Lebensstils positiv beeinflussen lassen, ist Früherkennung immens wichtig. Je früher eine Lebererkrankung diagnostiziert wird, desto höher sind die Chancen auf eine vollständige Heilung. Es lohnt sich also, dem lebenswichtigen Organ Leber mehr Wertschätzung entgegenzubringen.

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